Gesunde Ernährungstipps nach einer Schlauchmagen-Operation
Die Ernährung nach einer Schlauchmagen-Operation ist die wichtigste Phase des gesamten Prozesses. Falsche Ernä...
Devamını Oku
Die Schlauchmagen-Operation, auch als Sleeve-Gastrektomie bekannt, gehört zu den am häufigsten bevorzugten chirurgischen Verfahren zur Behandlung von Adipositas. Bei dieser Operation wird das Magenvolumen verkleinert, die Produktion des Hungerhormons Ghrelin reduziert und die Kalorienaufnahme verringert.
Die Schlauchmagen-Operation ist für Menschen geeignet, die stark übergewichtig sind und trotz Diät und medikamentöser Behandlung nicht erfolgreich abnehmen konnten. Sie ist jedoch nicht geeignet für Personen mit schweren Erkrankungen des Magens oder der Speiseröhre, mit Alkohol- oder Substanzabhängigkeit, für Schwangere oder für Personen mit bestehendem Kinderwunsch in naher Zukunft.
Mit „Verboten“ sind nach der Operation Einschränkungen gemeint, die dazu dienen, die Heilung zu unterstützen, die Anpassung an die neue Magenstruktur zu erleichtern und das Risiko von Komplikationen zu verringern. Diese Einschränkungen können je nach Gesundheitszustand des Patienten und den Empfehlungen des Arztes unterschiedlich ausfallen und individuell variieren.

Nach der Operation ist das Magengewebe empfindlich. Feste Nahrung kann Druck auf den Magen ausüben, Beschwerden verursachen und den Heilungsprozess verlängern.
Der Patient sollte nach dem Eingriff zunächst mit flüssiger Nahrung beginnen und im weiteren Verlauf schrittweise auf pürierte Kost umsteigen.
Dieser Prozess sollte unbedingt unter Kontrolle eines Ernährungsberaters oder einer Ernährungsberaterin erfolgen.
Der zu frühe Verzehr fester Nahrung kann zu folgenden Problemen führen:
Der Alkoholkonsum sollte nach der Operation eingeschränkt werden.
Da das Magenvolumen verkleinert ist, gelangt Alkohol schneller in den Blutkreislauf, wodurch es schneller als erwartet zu einem Rauschgefühl kommen kann.
Außerdem kann Alkohol die Magenschleimhaut reizen und den Heilungsprozess negativ beeinflussen.
Da Alkohol viele Kalorien enthält, kann er den Gewichtsverlust zusätzlich behindern.
In den ersten 6 Monaten ist Alkohol strikt verboten. Danach darf er nur in begrenzter Menge und nur unter ärztlicher Kontrolle konsumiert werden.
Falls Alkohol konsumiert wird, sollte er:
Kohlensäurehaltige Getränke können den Druck im Magen erhöhen, den Abnehmprozess negativ beeinflussen und die neue Magenstruktur belasten. Außerdem können sie Reflux verstärken.
Zuckerhaltige Getränke können zu Blutzuckerschwankungen führen und den Magen sehr schnell füllen.
In den ersten 6 Monaten sollte darauf verzichtet werden. Ein langfristiger Konsum sollte je nach individueller Verträglichkeit und auf Empfehlung von Fachpersonal beurteilt werden.
Nikotin reizt und schädigt das Magengewebe.
Nach der Operation sollte das Rauchen vollständig beendet oder zumindest strikt eingeschränkt werden.
Nach dem Eingriff sollten die Kontrolltermine beim Arzt und Ernährungsberater nicht vernachlässigt werden.
Regelmäßige Nachsorgetermine helfen dabei, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und den Heilungsverlauf positiv zu unterstützen.
Leichte Spaziergänge fördern die Heilung.
Allerdings werden schwere körperliche Aktivitäten und Bewegungen, die den Bauchbereich belasten, direkt nach der Operation nicht empfohlen.
Solche Aktivitäten können die Nähte beziehungsweise die Klammernaht belasten und den Heilungsprozess verlängern.
Nicht ausreichend gekaute Nahrung kann den Magen belasten und das Gefühl verursachen, dass die Nahrung am Magenausgang stecken bleibt.
Zu schnelles Essen kann dazu führen, dass das Sättigungsgefühl zu spät wahrgenommen wird. Dadurch entsteht plötzlicher Druck auf den Magen, was zu folgenden Beschwerden führen kann:
Da das Magenvolumen kleiner ist, wird insgesamt weniger Nahrung aufgenommen. Deshalb ist es sehr wichtig, die von Fachpersonal empfohlenen Vitamin- und Mineralstoffpräparate regelmäßig einzunehmen.
Der Bedarf ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Die Supplementierung sollte anhand der Blutwerte festgelegt werden.
Die unkontrollierte Einnahme von Medikamenten kann riskant sein, da sich nach der Operation das Magenvolumen und die Aufnahmefähigkeit verändern.
Insbesondere sind NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika bzw. entzündungshemmende Schmerzmittel) verboten, sofern sie nicht ausdrücklich ärztlich erlaubt wurden. Dazu gehören unter anderem:
Diese Medikamente können das Risiko für Magengeschwüre und Blutungen erhöhen.
Bei Medikamenten gegen chronische Erkrankungen kann es notwendig sein, die Dosierung entsprechend dem Gewichtsverlust anzupassen. Dies sollte immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Nein. In den ersten 2 Wochen sollten nur flüssige Nahrungsmittel konsumiert werden. In der 3. und 4. Woche wird in der Regel auf pürierte Kost umgestellt, danach erfolgt schrittweise die Einführung fester Nahrung.
Ja. Haarausfall tritt häufig zwischen der 3. und 6. Woche aufgrund hormoneller Veränderungen und des schnellen Gewichtsverlusts auf. Mit geeigneten Nahrungsergänzungen und ärztlicher Begleitung kann dies meist kontrolliert werden.
Mit leichten Spaziergängen kann in der Regel begonnen werden. Schweres Heben und intensiver Sport können jedoch die Klammernaht oder die Nahtlinie belasten. Anspruchsvollere sportliche Aktivitäten sollten nur nach ärztlicher Freigabe aufgenommen werden.
Eine Schwangerschaft wird in der Regel erst empfohlen, wenn sich die Nährstoffspeicher des Körpers stabilisiert haben. Das dauert meist etwa 18 bis 24 Monate.
In den ersten 6 Monaten ist Alkohol strikt verboten. Danach darf er nur in begrenzter Menge und nur mit ärztlicher Zustimmung konsumiert werden.
Das Risiko einer Leckage ist in den ersten 15 Tagen nach der Operation am höchsten. Mit der Heilung der Klammernaht nimmt dieses Risiko ab.
Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken. Nach einer Schlauchmagen-Operation sollten Ernährung, Medikamente, Bewegung, Nahrungsergänzung, Alkoholkonsum und Schwangerschaftsplanung immer nach den Empfehlungen des behandelnden Chirurgen und des Ernährungsfachpersonals erfolgen.